Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird das Geld knapp. ARD, ZDF & Co. möchten seit geraumer Zeit eine deutliche Erhöhung der Rundfunkgebühr durchboxen, erhalten in vielen Bundesländern aber mächtig Gegenwind aus der Politik. Insbesondere die CDU fordert die Sendeanstalten stattdessen dazu auf, ihre Ausgaben zu reduzieren. Beim ZDF kommt man genau diesem Ratschlag nun nach – und stampft die Ausstrahlung von mehreren TV-Sendern ein.
Abschaltung soll Kosten senken
Das ZDF gibt an, mit der geplanten Maßnahme “auch der berechtigten Erwartung an einen wirtschaftlichen und sparsamen Umgang mit den Rundfunkbeiträgen” nachkommen zu wollen. Warum man die Abschaltung der Sender noch mehr als ein Jahr hinauszögert, bleibt unklar. Wie das ZDF selbst anmerkt, erfolgt die Ausstrahlung der beiden in Kooperation mit der ARD betriebenen Partnerprogramme ARTE und Phoenix schon seit November 2022 nur noch in HD.
Seit etwa 15 Jahren stellen die öffentlich-rechtlichen Sender ihre Programme sowohl in HD als auch in SD zu Verfügung. Da mittlerweile selbst die günstigsten Fernsehgeräte HD-Auflösung unterstützen, ist der Bedarf an SD-Sendern jedoch so drastisch zurückgegangen, dass der Betrieb selbiger weitgehend überflüssig ist. Spätestens mit der Abschaltung der ARD-Sender im Januar 2025 dürften die meisten Bürgerinnen und Bürger endgültig auf HD umsteigen, sodass die Abschaltung der ZDF-Programme Ende des kommenden Jahres kaum noch ins Gewicht fallen dürfte.
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